
Hansjakob – Feierabend
Tagebuchblätter
Mit den Worten Es ist das Buch eines Toten, das ich hier in seinem Auftrag seinen Lesern darreiche beginnt Anton Trunz sein Vorwort vom 1. März 1917 zu Heinrich Hansjakobs letztem Buch „Feierabend“.
Es erschien in erster Auflage im Jahr 1918, also zwei Jahre nach dem Tod von Heinrich Hansjakob, im Verlag von Adolf Bonz & Comp. in Stuttgart und erlebte im selben Jahr eine weitere Auflage (4. u. 5. Tsnd). Die bislang letzte Auflage erschien 1923 an selber Stelle.
In seinen Tagebuchblättern schildert Heinrich Hansjakob seine Gedanken und Erlebnisse vom Herbst 1913 bis zum 7. Juli 1914 in langen Zwischenräumen, um am Schluss von der großen und weithin verbreiteten Gemeinde seiner Leser und Leserinnen für immer
Abschied zu nehmen. Den Einzug in seinen Alterssitz, den „Freihof“ sowie die damit verbundenen Unannehmlichkeiten, schildert er darin ausführlich.
Über hundert Jahre nach der letzten Auflage erscheinen nun Heinrich Hansjakobs letzte Tagebuchblätter als Band 18 in der Reihe „Kleine Hansjakob-Edition“. Zur besseren Lesbarkeit wurde das Buch von der damals übliche Frakturschrift in eine heutige moderne Antiqua umgesetzt. Bis auf wenige Anpassungen wurde der Text und die Anmerkungen unverändert übernommen. Ein Nachwort von Alexander Bächle schließt diese Neuauflage ab.
Neuerscheinung
HANSJAKOB – FEIERABEND
Tagebuchblätter. Mit einem Nachwort von Alexander Bächle. Herausgegeben von Peter Schäfer. 1. Auflage, Selbstverlag Heinrich-Hansjakob-Gesellschaft, Freiburg 2025, 288 S., ISBN 978-3-946254-18-8, Verkaufspreis: 19,50 €

Rundum Hansjakob:
ein Streifzug durch Freiburg
Von Christoph Mischo
Bekannt dürfte sein, dass Hansjakob viele Jahres seines Lebens in Freiburg verbrachte und in unterschiedlichen Werken über einige Orte seines Wirkens schrieb. Weniger bekannt dürfte wohl beispielsweise sein, von wo aus man den besten Blick auf den von Hansjakob initiierten Turm der Kirche von St. Martin in Freiburg hat, was Hansjakob mit dem „Wegbereiter der literarischen Moderne“ Alfred Döblin verbindet, oder was Papst Benedikt XVI. und Hansjakob gemeinsam haben.
Die vierte Ausgabe der Reihe lesensWertes verbindet einige Orte, an denen Hansjakob in Freiburg weilte, zu einem abwechslungsreichen Spaziergang (oder einer Wanderung), rundum angereicht durch Historisches, Anekdotisches und Skurriles, das – mal mehr, mal weniger – im Zusammenhang mit Hansjakob steht. Ob nur gelesen oder selbst gegangen: Der vorgeschlagene Streifzug durch Freiburg soll dazu anregen, vielleicht noch weniger Bekanntes rund um und abseits der Freiburger Wirkungsstätten von Hansjakob zu erkunden. Kurzum: eine Runde mit nicht nur erzählerischen Schlenkern im Sinne Hansjakobs.
Neuerscheinung
RUNDUM HANSJAKOB: EIN STREIFZUG DURCH FREIBURG
1. Auflage (Oktober 2024), Edition: Heinrich-Hansjakob-Gesellschaft 2024, 18 S.,
ISBN 978-3-946254-54-6, Kostenloser Download